Auf der ICECCME 2025 trafen sich Wissenschaftler aus aller Welt, darunter auch Prof. Dr.-Ing. Matthias Baumgart (2. Person von rechts)

Bildunterschrift (Bildquelle: Matthias Baumgart)

Prof. Dr.-Ing. Matthias Baumgart präsentierte aktuelle Forschungsthemen des CSMRT aus den Themenfeldern Künstliche Intelligenz und Blockchain.

(Bildquelle: Matthias Baumgart)

Im Rahmen der Konferenz auf Sansibar diskutierten Forschende aktuelle Entwicklungen und Trends in unterschiedlichen technischen Fachgebieten.

(Bildquelle: ICECCME)

Vom 16. bis 19. Oktober 2025 fand in Sansibar, Tansania, die fünfte International Conference on Electrical, Computer, Communications and Mechatronics Engineering (ICECCME 2025) statt. Die IEEE-Tagung brachte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als sechzig Ländern zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse aus den Bereichen Elektrotechnik, Informatik, Kommunikationstechnik und Mechatronik zu diskutieren. Auch das Institute for Computer Science and Media in Research and Transfer (CSMRT) der Hochschule Mittweida war auf der Konferenz vertreten und präsentierte in zwei Vorträgen neueste Entwicklungen aus seinen Forschungsschwerpunkten. Prof. Dr.-Ing. Matthias Baumgart stellte die Beiträge vor.

Im ersten Vortrag mit dem Titel „Machine-Learning-Driven Assessment of Text-Data from Research Proposals“ wurden Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt vorgestellt, das sich mit der automatisierten Bewertung von wissenschaftlichen Anträgen befasst. Es wurde untersucht, inwieweit sich die Bewilligungschancen von Forschungsprojekten anhand sprachlicher und struktureller Merkmale der Antragstexte vorhersagen lassen. Dabei zeigte sich, dass Lesbarkeitskennzahlen wie Satzlänge, Wortvielfalt oder lexikalische Dichte deutliche Hinweise auf die Qualität eines Antrags geben und mit den Förderentscheidungen korreliere. Der Beitrag stieß auf großes Interesse, da er den Nutzen erklärbarer Künstlicher Intelligenz für nachvollziehbare Entscheidungsprozesse im Wissenschaftssystem aufzeigt.

Im zweiten Beitrag mit dem Titel „Novel Blockchain-based, Decentralized, Offline Locking System“ präsentierte Prof. Baumgart einen gemeinsamen Beitrag mit Robert Manthey et. al. ein neuartiges Konzept für sichere Zugangssysteme auf Basis der Blockchain-Technologie. Das vorgestellte System entstand im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Chainlock“ und ermöglicht eine dezentrale Verwaltung von Zugangsrechten auch in Umgebungen ohne ständige Internetverbindung. Grundlage ist ein Smart-Contract-basiertes Verfahren, das Berechtigungen kryptografisch absichert und deren Gültigkeit direkt im Schloss verifiziert. Ein speziell entwickelter Mikrocontroller mit lokalem Speicher übernimmt die Verarbeitung der Blockchain-Daten und erlaubt so eine manipulationssichere, herstellerunabhängige und energieeffiziente Zugangskontrolle.

Mit den beiden Vorträgen zeigte das CSMRT-Team eindrucksvoll die inhaltliche Spannweite seiner Forschung von datengetriebenen KI-Verfahren bis zu anwendungsorientierten Sicherheitslösungen. Prof. Baumgart betonte, dass diese Projekte exemplarisch für den interdisziplinären Charakter der Mittweidaer Forschung stehen: Informatik, Medientechnologie und Ingenieurwissenschaften greifen dabei nahtlos ineinander. Die ICECCME 2025 bot eine ideale Plattform, um diese Arbeiten einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren, neue Kontakte zu knüpfen und zukünftige Kooperationen anzubahnen. Das große Interesse an den Beiträgen unterstreicht die wachsende Sichtbarkeit der Hochschule Mittweida im globalen Wissenschaftsdialog und zeigt, dass Forschung „made in Mittweida“ auch international anerkannt ist.