(Bildquelle: CBH.bio)

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In der modernen Biotechnologie hat sich das Paradigma von einer rein beobachtenden Disziplin hin zu einer hochgradig datengetriebenen Wissenschaft verschoben. Weltweit sind Millionen individueller Bioproben vorhanden, die aber aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften und der Verteilung über unzählige Firmen bzw. Einrichtungen nur schwer auffindbar und folglich nur eingeschränkt beschaffbar sind. Im Vergleich zu klassischen Produkten des täglichen Lebens sind derartige Bioproben (wie bspw. Blut, Serum, Plasma oder Speichel) über mehrere hundert Parameter individuell kategorisiert. Dies macht die Recherche und Auswahl geeigneter Produkte extrem komplex. Krankheitsbilder, Eigenschaften der Probanden oder der spezifischen Probe müssen dabei beachtet werden. Angesichts der rasant wachsenden Volumina biologischer Datensätze, die durch moderne Screening-Verfahren generiert werden und bereitstehen, rückt die Fähigkeit der präzisen Extraktion von Informationen ins Zentrum wissenschaftlicher Entwicklungen. 

Vor diesem Hintergrund bündeln die Hochschule Mittweida und das Biotechnologie-Unternehmen CBH.bio ihre Kompetenzen in einer strategischen Forschungskooperation. Diese zielt darauf ab, die zielgerichtete Suche nach spezifischen Proben neu zu definieren. Unterschiedliche Anbieter können so auf einer gemeinsamen Plattform Probenmaterial kundenfokussiert anbieten und die darunterliegenden, professionellen Analyseverfahren zur Strukturierung und Eingruppierung der Produkte nutzen.

Die Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften der Hochschule Mittweida hat in diesem Bereich langjährige Erfahrungen und hat sich als Zentrum für die KI-gestützte Datenanalyse etabliert. Auf der anderen Seite dieser Allianz steht CBH.bio, ein Biotechnologieunternehmen, welches sich mit technologischer Innovationskraft der Vermittlung und Koordination humaner Bioproben widmet. CBH.bio stellt die Plattform zur Verfügung, die ein enormes Portfolio unterschiedlicher, detailliert erfasster Bioproben unterschiedlichster Bereiche vereint. Dahinter stehen Terabytes an Metadaten, welche analysiert und aufgearbeitet werden müssen. Im Ergebnis können dann komplexe, teils auch unscharfe Suchanfragen in Echtzeit verarbeitet werden, um optimierte Ergebnisse kundenseitig bereitzustellen. Dies gilt insbesondere für die strukturierte Erschließung krankheitsbezogener Probenkategorien innerhalb der Disease Areas.

Durch die Zusammenarbeit mit der Hochschule Mittweida sollen Methoden zur mehrdimensionalen Datenanalyse verfeinert und ergänzt werden, um die Suchalgorithmen weiter zu verbessern – sowohl hinsichtlich der Verarbeitungszeit von Suchanfragen als auch in der Ergebnisqualität. Aufgrund der schieren Menge an Eigenschaftsparametern einer jeden einzelnen, individuellen Probe sind diese Verarbeitungsprozesse deutlich komplexer als die handelsüblicher Online-Shopsysteme oder Marktplatz-Plattformen.

Die Verbindung aus akademischem Know-How an der Hochschule Mittweida im Bereich der Künstlichen Intelligenz und industrieller Innovationsführerschaft von CBH.bio schafft hier ideale Grundlagen für eine industrienahe Wissenschaftskooperation. CBH.bio hat hier das Potenzial, die anwendungsorientierte Suche und Vermittlung von humanem Biomaterial in Bereichen wie Diagnostik, Pharmakologie oder auch der Toxikologie nachhaltig zu transformieren.

Weitere Informationen finden Sie auf dem CBH Biospecimen Marketplace. (https://cbh.bio)