CSMRT-Mitarbeiter Robert Manthey gibt Tipps, wie man sich bei einem Unfall in der Simulation verhalten sollte. (Bildquelle: Josefine Welk)

Gut vorbereitet: Einige Besucher kommen extra für die Simulationsplattformen zur Nacht der Wissenschaft und haben sogar eigene Rennhandschuhe im Gepäck.

(Bildquelle: Josefine Welk)

Die neueste Simulationsplattform des Labors überzeugt mit beweglicher Pedalerie und einer verstellbaren Sitzposition.

(Bildquelle: Josefine Welk)

CSMRT-Mitarbeiter Max Schlosser erklärt den Besuchern die Funktionsweise der Simulationsplattformen.

(Bildquelle: Josefine Welk)

Bereits in den letzten Jahren war das Living Lab „Motion Simulation und Softwareentwicklung“ ein Highlight zur Nacht der Wissenschaften, das große und kleine Besucher begeisterte. Auch zur Nacht der Wissenschaft am 26. Juni 2026 war das wieder deutlich erkennbar. Trotz der hohen Temperaturen und des sonnigen Wetters besuchten zahlreiche Interessenten die Hochschule Mittweida und speziell das Living Lab. Mehrere, unterschiedliche Simulationsplattformen standen für intensive Test der Besucher bereit. Dabei waren sowohl die unterschiedlichen Bewegungskonzepte als auch die jeweiligen Konfigurationen der Simulatoren deutlich spürbar. „Es war wieder schön zu sehen, dass sich die Besucher nicht nur für die Fahrsimulatoren selbst, sondern auch für die Forschungsprojekte des Living Labs und des angrenzenden Instituts interessierten.“, berichtet Josefine Welk, Mitarbeiterin im Projekt Mobility for Saxony.

Und das Interesse ist berechtigt. Besonders häufig wurde über die Projekte SABInnoteam und Mobility for Saxony gesprochen. „Im SABInnoteam-Projekt beschäftigen wir uns mit drei zentralen Themen.“, erklärt Max Schlosser, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fakultät. „Zum einen geht es um die Entwicklung einer neuen Simulationsplattform, aber auch um die Analyse von Fahrdaten und darauf aufbauend um die Anpassung der Simulation.“ Das SABInnoteam-Projekt endet im Dezember 2026, Ergebnisse des Projektes konnten zur Nacht der Wissenschaften bestaunt werden. Insbesondere die im Projekt entstandene adaptive Simulationsplattform, die die Simulation unterschiedlicher Fahrzeugkategorien nicht nur software- sondern auch hardwareseitig ermöglicht und darüber hinaus mehr Freiheitsgrade zur Erweiterung der Simulation bietet, war für die Besucher besonders interessant. Weiterhin sind neue Simulationsprofile, die das Fahrerlebnis noch realistischer darstellen, ein auf dem KTM X-Bow basierender Simulator sowie ein Tool zur Auswertung simulierter und realer Fahrdaten im Projekt SABInnoteam entstanden.

Im Gegenzug zum SABInnoteam-Projekt befindet sich das Nachwuchsforscher-Projekt Mobility for Saxony noch am Anfang. Ziel ist die Erhebung eines sächsischen Mobilitätsdatensatzes. „Auf den ersten Blick hört sich das nicht sehr komplex an, aber tatsächlich gibt es viele Einflüsse, die es bei der Erhebung zu bedenken gibt. Mobilität ist z.B. nicht nur auf Autos beschränkt, auch Fahrräder, Fußgänger oder die Bahn spielen eine Rolle.“, erklärt Josefine Welk den Besuchern. Sie beschreibt, dass verschiedene Antriebsarten (z.B. elektrisch, hybrid, Verbrenner), Bereitstellungkonzepte (z.B. Besitz, Miete, Sharing-Konzepte) und Nutzungsarten (z.B. individuelle Nutzung, ÖPNV) Beachtung finden sollten. „Um zu ermitteln, welche Themen in Sachsen besonders relevant sind, befinden wir uns gerade in einer weitreichenden Bedarfsanalyse.“ Parallel dazu wird bereits an Erhebungsmethoden und einer Pipeline zur Verarbeitung der Daten gearbeitet. Auch Methoden zur Anonymisierung der Daten sowie die Evaluation des Datensatzes befinden sich aktuell im Fokus der Nachwuchsforscher.

Wie jedes Jahr bleibt es im Living Lab also spannend. Wer nichts verpassen möchte, sollte demnach auch im nächsten Jahr wieder die Nacht der Wissenschaften besuchen. Um die Motivation dafür noch etwas zu steigern, soll es noch ein letztes Zitat geben, dieses Mal von einem Besucher: „Hätte ich gewusst, was die Hochschule Mittweida für coole Sachen macht, hätte ich damals hier studiert.“ Das hört man doch gerne!

Weiterführende Informationen zum Labor und den kooperativen Ausbildungsprojekten erteilt Prof. Dr. Matthias Vodel, Tel. +49 3727 58-1010, E-Mail: vodel@hs-mittweida.de

Weitere Informationen zum Projekt SABInnoteam finden Sie unter: https://csmrt.hs-mittweida.de/portfolio-items/sab-innoteam/

Weitere Informationen zum Projekt Mobility for Saxony finden Sie unter: https://csmrt.hs-mittweida.de/portfolio-items/mofosa/