Project Description

Mobility for Saxony (MofoSa)

Projektart:

ESF-Nachwuchsforschergruppe

Zeitraum:

01.11.2025 – 30.10.2028

Förderung:

ESF & SAB

Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Christian Roschke
roschke@hs-mittweida.de

Projektmitarbeiter:

Dr. Tam Than Nguyen
Max Schlosser, M.Sc.
Isabell Streit, M.Sc.
Dipl.-Ing. (FH) Michael Walther, M.Eng.
Josefine Welk, M.Sc.

Die Nachwuchsforschergruppe Mobility for Saxony beschäftigt sich mit dem Aufbau eines Mobilitätsdatensatzes für den kleinstädtischen und ländlichen Raum Sachsens. Im Fokus des Datensatzes stehen Mobilitäts- und Sensordaten, welche in verschiedenen Fragen und Anwendungsfällen der Mobilitätswende zum Einsatz kommen sollen, so z.B. im Aufbau von Infrastruktur (z.B. Straßen, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge) und Etablierung neuer Mobilitätskonzepte (z.B. Carsharing).

Das Projekt umfasst dabei neben der Erfassung von Bedarfen auch die konzeptionelle Planung und Umsetzung von Sensorketten, welche die Erhebung von Mobilitäts- und Personendaten ermöglichen. In diesem Zusammenhang beschäftigen sich die Nachwuchsforscher mit den Themen Datensynchronisation, -aggregation, -analyse und -auswertung.

Ziel des Vorhabens ist die Erstellung eines sächsischen Mobilitätsdatensatzes sowie die Dissertation der im Projekt beschäftigten Nachwuchsforscher.

Ein Schwerpunkt des Projektes „Mobility for Saxony“ ist die bedarfsorientierte Erhebung des Mobilitätsdatensatzes. Im Freistaat Sachsen gibt es zahlreiche Institutionen, die als Interessenträger in Frage kommen könnten. Diese sind in verschiedenen Wissenschaftsbereichen tätig und bringen neben ihren projektspezifischen Bedarfen auch fachspezifische Anforderungen ein.

Basis für den Mobilitätsdatensatz bilden genau diese interdisziplinären Bedarfe, weshalb zu Beginn des Projektes die jeweiligen Interessenten und ihre Bedürfnisse ermittelt werden.

Die Projektmitarbeiter betrachten als Interessengruppen vorwiegend Personen von Hochschulen und Universitäten, da die Hochschule Mittweida bereits umfassende Kontakte zu weiteren Hochschulen in Sachsen pflegt. Darüber hinaus bietet die sächsische Hochschullandschaft umfassende Kontakte zu öffentlichen Einrichtungen und Industriepartnern.

Für die benötigte Bedarfsermittlung wurde eine quantitative Umfrage erstellt, die sich an insgesamt 30 Universitäten und Hochschulen in Sachsen wendet.

Umfrage

Das Ziel des Projektes “Mobility for Saxony” ist die Erfassung, Strukturierung und Evaluierung eines sächsischen Mobilitätsdatensatz. Dieser soll zu Projektende im Sinne der Open Data Policy öffentlich verfügbar gemacht werden.

Zur Erhebung der individuellen Anforderungen, die sich an einen solchen Mobilitätsdatensatz ergeben, führen wir eine Umfrage durch. Zum einen bilden die Ergebnisse der Umfrage die Basis der Datenerhebung im Projekt, vordergründig ermöglicht sie aber eine projektorientierte Erhebung und Evaluation des Datensatzes und liefert somit einen direkten Mehrwert für alle Teilnehmenden.

Für die Beantwortung der Umfrage sollten Sie zwischen 5 und 10 Minuten einplanen; die Voraussetzungen zur Teilnahme an der Umfrage sind im rechten Abschnitt dargestellt.

Bei Interesse können Sie im Zeitraum vom 16.03.2026 – 20.04.2026 unter folgendem Link an der Umfrage teilnehmen:

https://mw-survey.hs-mittweida.de/857819?lang=de

Außerhalb des Projektkontexts bestehen viele Fragestellungen im Bereich Mobilität; in der Abbildung werden drei mögliche Fragen exemplarisch dargestellt. Solche Fragestellungen bilden die Basis für das Projekt „Mobility for Saxony“. Dieses erstreckt sich über die Aufzeichnung von Mobilitätsdaten, zur Verarbeitung und Analyse dieser bis hin zur Bereitstellung des Datensatzes.

Die Datenerhebung umfasst dabei die Aufzeichnung verschiedener Daten im Bereich Mobilität. Neben Sensordaten können dabei auch Video- und Bilddaten sowie Fragebögen von Interesse sein. Die Art und der Umfang der erhobenen Daten orientiert sich dabei direkt an den relevanten Fragestellungen, die externe Stakeholder zuarbeiten. Neben der Erhebung selbst wird ein System zur Erhebung der Daten konzeptioniert, implementiert, evaluiert und dokumentiert, sodass basierend auf diesem System auf künftige Datenerhebungen möglich sind.

Im Anschluss an die Datenerhebung erfolgt eine Vorverarbeitung der Daten. Dies umfasst die Zusammenführung der unterschiedlichen Datenquellen und die Strukturierung in einem geeigneten Format, aber auch weitere Schritte wie den Umgang mit fehlenden und fehlerhaften Daten sowie die Anonymisierung personenbezogener Daten.

Auf Basis des prototypischen Datensatzes erfolgt eine Analyse der Daten. Mittels maschinellen Lernens wird evaluiert, ob bzw. in welchem Maße die Fragestellungen der Stakeholder unter Verwendung des Mobilitätsdatensatzes beantwortet werden können.

Im Anschluss an die Evaluation erfolgt die öffentliche Bereitstellung des Datensatzes zusammen mit einer Dokumentation. Der Datensatz soll dabei über eine entsprechende Oberfläche filter- und durchsuchbar sein, sodass die für den eigenen Anwendungsfall relevanten Daten unkompliziert gefunden und heruntergeladen werden können.

Ein weiteres Ziel der Nachwuchsforschergruppe ist die Anfertigung der Dissertation durch die Nachwuchsforscher. Dabei sind die jeweiligen Themengebiete unabhängig vom Projekt und nach den eigenen Interessensgebieten der Promovenden gewählt.

Im Rahmen der Forschung beschäftigt sich dabei Frau Welk, mit der Erhebung, Verwaltung sowie Auswertung von Sensordaten mittels eigens entwickelter Algorithmen und maschineller Lernverfahren. Konkret beschäftigt sie sich dabei mit der Klassifikation von Stress unter Verwendung handelsüblicher Hardware in realen Arbeitssituationen.

Herr Schlosser promoviert im Bereich der Risikowarnsysteme. Im Dissertationsvorhaben setzt er sich mit der frühzeitigen, domänenübergreifenden Erkennung von Risikosituationen in Zeitreihen auseinander. Dabei unterteilt sich der konzipierte Prozess in die Thematik der Fahrsicherheit im Motorsport und eine studentische Leistungsanalyse anhand von Notendaten.

Da Frau Streit und Herr Walther Ende 2025 bzw. Anfang 2026 ihren Master abgeschlossen haben, befinden sich beide noch in der detaillierten Ausarbeitung ihres Promotionsthemas.

Sie haben Interesse an dem Fortschritt unseres Projektes oder möchten gerne mehr über das Projekt erfahren? Dann senden Sie uns gerne eine Mail an die streit@hs-mittweida.de und wir informieren Sie über den weiteren Fortgang von Mobility for Saxony. Auch bei Fragen oder Anmerkungen können Sie sich jederzeit an die genannte Mail-Adresse wenden.